Erkältung: Wie steckt man sich an?
Erkältungskrankheiten werden in der Regel über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei gelangen die Erreger über kleinste Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten ausgestoßen werden, von Mensch zu Mensch. Doch auch wer sich mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fasst, kann sich anstecken.
Über 200 Erkältungsviren bekannt
In den meisten Fällen (etwa 90-95 Prozent) sind Viren die Auslöser einen grippalen Infekts, auch Erkältung genannt. Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die Erkältungssymptome hervorrufen können. Rhinoviren sind für über 50 Prozent der Erkältungskrankheiten verantwortlich. Darüber hinaus können zum Beispiel auch Coronaviren oder Adenoviren akute Infektionen der Atemwege auslösen. Bakterien sind nur selten die Ursache für eine Erkältung.
Übertragungswege
Erkältungsviren werden in der Regel über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Wenn Infizierte sprechen, husten oder niesen, werden die Erreger mit winzigen Tröpfchen aus dem Rachenraum oder den Atemwegen ausgeschieden und können dann von anderen Menschen eingeatmet werden.
- Tröpfchen mit größerem Durchmesser sinken rasch ab und können daher nur über eine kürzere Strecke (ca. 1 Meter) übertragen werden.
- Tröpfchen mit geringem Durchmesser (< 5 Mikrometer) schweben länger in der Luft und können daher über weitere Strecken übertragen werden.
Die Speicheltröpfchen aus der Luft können sich auch auf Gegenständen oder Oberflächen absetzen oder über die Hände von Infizierten dorthin gelangen. Wenn man etwa die Türklinke im Büro, den Haltegriff im Bus oder die PC-Tastatur des erkrankten Kollegen berührt und sich anschließend ins Gesicht fasst, können die Viren auf die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen gelangen und ebenfalls zu einer Ansteckung führen. In diesem Fall sprechen Ärzte dann von einer Schmierinfektion
Durch Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten von Erkrankten, lässt sich das Ansteckungsrisiko reduzieren. Auch das Tragen einer medizinischen Maske bzw. einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP) kann sinnvoll sein.
So senken Sie die Ansteckungsgefahr: Tipps
Erkältung: Häufige Fragen
In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.
Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.
Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.
In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.
Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.
- 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
- 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
- 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
- 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/






















