Erkältung vorbeugen
Bei Erwachsenen gelten zwei bis vier Erkältungen pro Jahr als „normal“. Kleinkinder kann es im gleichen Zeitraum durchaus bis zu zehnmal (oder sogar noch häufiger) treffen. Sicherlich lässt sich nicht jede Erkältung vermeiden. Doch es gibt Maßnahmen, mit denen sich die Gefahr einer Ansteckung senken lässt.
Ansteckungsrisiko reduzieren
Da es so viele verschiedene Erkältungsviren gibt, kann man sich immer wieder neu anstecken. Das Immunsystem hat es jedes Mal mit neuen Erregern zu tun und kann daher nicht auf ein gelerntes Abwehr-Programm zurückgreifen. Aufgrund der Vielzahl an Erregern gibt es auch keine Impfung, die vor Erkältungen schützen könnte.
Dennoch kann man das Risiko einer Ansteckung reduzieren, wenn man einige Hygienemaßnahmen befolgt. Denn die Erkältungsviren gelangen über Tröpfchen, die beim Niesen oder Husten in die Luft geschleudert werden, vom Erkrankten zum nächsten „Opfer“. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von einer sogenannten „Tröpfcheninfektion“. Aber auch an der Türklinke, am Haltegriff in Bus und Bahn oder an der PC-Tastatur können die Erreger haften und über die Hände auf die Schleimhäute von Nase oder Augen gelangen.
Diese Tipps helfen, das Ansteckungsrisiko zu senken:
- Regelmäßiges und gründliches Händewaschen: Mit Wasser und Seife lassen sich die Erkältungsviren wegspülen.
- Sich nicht mit den Händen ins Gesicht fassen: Falls Erkältungsviren an den Händen haften, gelangen sie sonst leicht auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen, können sich dort vermehren und eine Infektion hervorrufen.
- Trinkgläser und Essbesteck nicht mit anderen teilen.
- Abstand zu erkälteten Personen halten.
- Menschenansammlungen vor allem in der Erkältungszeit meiden.
- Räume regelmäßig lüften.
Auch durch das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken bzw. partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP-Masken) kann man sich und andere vor einer Infektion mit Erkältungsviren schützen. In vielen asiatischen Ländern gehört das Tragen einer Maske, insbesondere bei Erkältungs- bzw. Grippewellen, schon lange zum „guten Ton“. Ob sich diese Gewohnheit nach der SARS-CoV-2-Pandemie auch hierzulande hält, wird sich zeigen.
Gut zu wissen: Gegen die „echte“ Grippe kann man sich impfen lassen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt dazu beraten.
Erkältung: Ansteckung vermeiden
Abwehrkräfte stärken
Ein starkes Immunsystem kann Krankheitserreger leichter abwehren – so ist man weniger anfällig für Schnupfen, Husten und Co. Umso wichtiger ist es, Faktoren zu vermeiden, die die Abwehrkräfte schwächen können. Dazu zählen zum Beispiel eine einseitige Ernährungsweise, Rauchen, zu viel Alkohol, Stress und Schlafmangel.
Mit den folgenden Tipps können Sie Ihr Immunsystem im Kampf gegen die Erkältungsviren unterstützen:
Gesunder Lebensstil: Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung (am besten an der frischen Luft) und ein vernünftiger Umgang mit Stress bilden die Basis für ein schlagkräftiges Immunsystem.
Abhärtung: Wechselduschen, Kneippen und Saunagänge scheinen den Körper an Temperaturschwankungen zu gewöhnen. Wer seinen Körper regelmäßig solchen Hitze- und Kältereizen aussetzt, kann sich offenbar abhärten und soll weniger anfällig sein.
Auskühlung vermeiden: Achten Sie auf dem Wetter angepasste Kleidung und halten Sie sich warm. Kälte allein kann zwar keine Erkältung auslösen. Allerdings wird die Nasenschleimhaut bei kalten Temperaturen schlechter durchblutet, sodass sich Erkältungserreger leichter vermehren können.
Weitere Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte
Erkältung: Häufige Fragen
In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.
Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.
Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.
In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.
Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.
- 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
- 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
- 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
- 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/

















