Hausmittel bei Erkältung
Kräutertee, Zwiebelsaft und warme Wickel – Hausmittel haben gerade bei Erkältungsbeschwerden eine lange Tradition. Viele empfinden die natürlichen Behandlungsmethoden zumindest als wohltuend. Lesen Sie hier, was Sie bei der Anwendung beachten sollten.
Was Hausmittel leisten können
Hausmittel erfreuen sich großer Beliebtheit. Zweifellos hat es seinen Charme, wenn man Alltagsbeschwerden mit ganz einfachen Mitteln zu Hause behandeln kann. Heilpflanzen, Wickel & Co. können tatsächlich in vielen Fällen zumindest wohltuende Effekte entfalten und die Genesung unterstützen. Manche Anwendungen sollen zum Beispiel auch schmerzlindernde, entzündungshemmende oder antibakterielle Wirkungen haben.
Was ist zu beachten?
Gerade einfache Erkältungen lassen sich mit Hausmitteln und rezeptfreien Medikamenten oft gut in Eigenregie behandeln. Dennoch sollte man einige Punkte beachten:
- Eine Behandlung, auch mit Hausmitteln, sollte insbesondere bei Kindern und Schwangeren nie ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Kinder reagieren oft viel sensibler als Erwachsene (z. B. auf ätherische Öle) und bei Schwangeren können verschiedene Heilpflanzen (z. B. Ingwer) Wehen auslösen.
- Bei Allergikern und Menschen mit empfindlichen Atemwegen ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Denn pflanzliche Mittel können Stoffe enthalten, die Allergien auslösen oder die Schleimhäute reizen.
Wichtig: Bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen oder chronisch Kranken sollten Erkältungssymptome grundsätzlich von einem Arzt abgeklärt werden.
Welche Hausmittel sind bei Erkältung geeignet?
Erkältung: Häufige Fragen
In den meisten Fällen sind Viren die Ursache einer Erkältung (auch grippaler Infekt genannt). Mehr als 200 verschiedene Virenarten sind bekannt, die erkältungstypische Symptome hervorrufen können. Dazu zählen zum Beispiel die sogenannten Rhinoviren, die hinter etwa der Hälfte aller Erkältungskrankheiten stecken. Nur selten liegt eine bakterielle Infektion zugrunde. Gut zu wissen: Kälte allein reicht nicht aus, um eine Erkältung auszulösen – aber sie macht unsere Schleimhäute anfälliger für die Krankheitserreger.
Ein unangenehmes Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Niesreiz und leichtes Frösteln – das können die ersten Anzeichen dafür sein, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Im Verlauf kommt es dann zu Schnupfen, Halsschmerzen und Husten.
Wenn es Sie erwischt hat, sollten Sie sich zunächst einmal etwas Ruhe gönnen und viel trinken. Um Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zu lindern, stehen in der Apotheke rezeptfreie Mittel zur Verfügung. Bei verstopfter Nase etwa kann ein abschwellendes Nasenspray kurzzeitig für besseres Durchatmen sorgen. Schleimlösende Mittel können bei festsitzendem Husten oder Sekretstau in der Nase sinnvoll sein. Und bei Halsschmerzen können mitunter wirkstoffhaltige Lutschtabletten oder Halssprays Linderung verschaffen. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen Schmerzmittel infrage.
In der Regel ist nach 7 Tagen das Schlimmste überstanden. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich eine Erkältung auch mal länger hinzieht. Insbesondere Husten kann recht hartnäckig sein. Wichtig ist, dass man seinem Körper Ruhe gönnt – ansonsten kann eine Erkältung auch leicht verschleppt werden und Komplikationen (z. B. Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis) nach sich ziehen.
Eine gewöhnliche Erkältung kündigt sich normalerweise mit einem leichten Halskratzen und einem Kribbeln in der Nase an. Die typischen Symptome stellen sich langsam ein und Fieber ist bei Erwachsenen eher eine Seltenheit. Im Gegensatz dazu ist eine „echte“ Grippe durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn gekennzeichnet: Fieber tritt häufig auf und setzt auch schnell ein. Kopf- und Gliederschmerzen sind bei einer Grippe im Vergleich zur Erkältung besonders stark ausgeprägt.
- 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
- 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
- 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
- 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/


















