Was hilft gegen Schnupfen?
Schnupfen zählt zu den häufigsten Erkältungssymptomen. In der Anfangsphase läuft die Nase, später schwillt sie dann zu und man bekommt oft nur noch schlecht Luft. Lesen Sie hier, warum Inhalationen helfen können und erfahren Sie, was Sie bei der Anwendung von Schnupfensprays beachten sollten.
Erkältungsschnupfen – warum?
Da die Erkältungserreger besonders häufig die Nasenschleimhäute befallen, ist Schnupfen das klassische Symptom eines grippalen Infekts. Denn die Keime (zumeist sind es Viren) lösen eine Entzündung der Nasenschleimhaut aus: Sie schwillt an und sondert vermehrt Sekrete ab. Zunächst läuft die Nase (Fließschnupfen), doch mit der Zeit ist sie zunehmend verstopft. Kann der Schleim nicht abfließen, behindert dies die Belüftung der Nasennebenhöhlen. In der Folge kann sich eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entwickeln.
Was hilft bei Schnupfen?
Die folgenden allgemeinen Maßnahmen werden bei Erkältungsschnupfen empfohlen, um die Sekretlösung in den Atemwegen zu unterstützen:
Viel trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist jetzt wichtig. Erwachsene sollten mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag aufnehmen. Bei Erkältungen tun warme Kräutertees (z. B. Kamille, Lindenblüten) oder Arzneitees mit speziell abgestimmten Kräutermischungen besonders gut. Doch auch stilles Wasser, Saftschorlen oder eine warme Hühnerbrühe sorgen für ein Plus an Flüssigkeit.
Inhalieren: Das Einatmen warmer Wasserdämpfe kann helfen, festsitzende Sekrete in den Atemwegen besser zu lösen. Man kann ganz einfach eine Schüssel mit heißem Wasser verwenden oder auf Inhalationsgeräte aus der Apotheke zurückgreifen. Grundsätzlich sollte man beim Hantieren mit dem heißen Wasser große Vorsicht walten lassen, ansonsten drohen schlimme Verbrühungen.
Raumluft befeuchten: Regelmäßiges Lüften erhöht den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft und kann einem Austrocknen der Schleimhäute entgegenwirken. Im Winter kann man auch ein Schälchen mit Wasser auf die Heizung stellen.
Grundsätzlich gilt: Wer erkältet ist, sollte besser einen Gang herunterschalten. Ausreichend Ruhe und Schlaf sind jetzt wichtig, damit das Immunsystem seine volle Leistung bringen kann und der Infekt gut ausheilt.
Mittel gegen Schnupfen
In der Apotheke sind verschiedene Schnupfenmittel rezeptfrei erhältlich. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf ihre Inhaltsstoffe und Wirkweise. Ein Überblick:
Präparate auf Basis einer isotonen Kochsalzlösung reinigen und befeuchten die Nasenschleimhaut. Vorsicht: Bei zu hohem Salzgehalt kann es zu einer Reizung der Nasenschleimhaut kommen. Präparate mit geeigneter Salzkonzentration sind in der Apotheke erhältlich.
Nasensprays oder -tropfen mit Wirkstoffen wie Xylometazolin und Oxymetazolin bewirken eine Abschwellung der Nasenschleimhaut und befreien so die verstopfte Nase rasch und zuverlässig für einige Stunden. Wichtig: Abschwellende Schnupfensprays dürfen nur über einige Tage und in möglichst geringer Dosierung angewendet werden. Ansonsten kann es zu Gewöhnungseffekten kommen (Nasenspray-Abhängigkeit). Zudem sollten Präparate ohne Konservierungsstoffe verwendet werden.
Falls neben Schnupfen auch Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber auftreten, können auch spezielle Erkältungspräparate zum Einsatz kommen, die einen abschwellenden (z. B. Pseudoephedrin, Phenylephrin) und einen schmerzlindernden oder fiebersenkenden Wirkstoff (z. B. Ibuprofen) enthalten.
Gut zu wissen: Antibiotika sind bei einem einfachen, viralen Schnupfen in der Regel weder nötig noch sinnvoll. Bei einer bakteriellen Sinusitis hingegen kann eine Antibiotika-Behandlung unter Umständen erforderlich sein.
Wichtig: Lesen Sie immer sorgfältig die Packungsbeilage, bevor Sie Medikamente anwenden oder anderen verabreichen. Ohne Rücksprache mit dem Arzt sollten weder Schwangere noch Kinder Medikamente anwenden.
Wann zum Arzt?
Ein einfacher Erkältungsschnupfen lässt sich in der Regel gut selbst behandeln. In manchen Fällen ist allerdings ein Arztbesuch ratsam. Das gilt, zum Beispiel bei folgenden Beschwerden:
- Anhaltender Schnupfen
- Hohes Fieber
- Starke Kopfschmerzen
- Gesichtsschmerzen bzw. Druckgefühl im Bereich von Stirn, Kiefer und Nasennebenhöhlen
- Verschlimmerung oder ausbleibende Besserung der Beschwerden
Wichtig: Erkältungssymptome wie Schnupfen sollten bei Säuglingen, Kleinkindern und anderen Risikogruppen frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Tipps bei Erkältung
Schnupfen bei Erkältung: Häufige Fragen
Von einem Schnupfen (medizinisch „Rhinitis“) spricht man, wenn es im Rahmen einer Entzündung der Nasenschleimhaut zu einer vermehrten Absonderung von Nasensekret kommt. Die Nase läuft dann oder ist verstopft.
Typischerweise tritt Schnupfen im Rahmen einer einfachen Erkältung auf. Es gibt aber auch vielfältige weitere Erkrankungen, die mit Schnupfen einhergehen können. Dazu zählen z. B. Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), weitere Infektionskrankheiten (z. B. Influenza, Scharlach) oder Allergien (z. B. Heuschnupfen). Zudem kann Schnupfen auch als Nebenwirkung bei der Einnahme von Medikamenten (z. B. ACE-Hemmer, Betablocker) auftreten. Nicht zuletzt sind hormonelle Veränderungen eine mögliche Ursache für Schnupfen.
Wichtig: Bei unklaren Symptomen sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen. Das gilt auch, wenn Sie den Verdacht haben, der Schnupfen könnte als Nebenwirkung eines Medikaments auftreten. Setzen Sie ärztlich verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab.
Der Verlauf eines Schnupfens hängt von der Ursache ab. Bei der häufigsten Form des Schnupfens, dem Erkältungsschnupfen, tritt zunächst das typische Kribbeln in der Nase auf. Dann folgen regelrechte Niesattacken und die Nase läuft. Im weiteren Verlauf klagen viele Betroffene über eine verstopfte Nase
Das Nasensekret verändert sich im Verlauf einer Erkältung zunächst von klar und dünnflüssig hin zu einem zähen Schleim mit weißlicher bis gelblicher Färbung. Ein grün-gelbes Nasensekret kann auf eine bakterielle Superinfektion hindeuten, sodass insbesondere in Verbindung mit weiteren Beschwerden wie Druck im Bereich der Nebenhöhlen, Kopfschmerzen und/oder hohem Fieber ein Arzt aufgesucht werden sollte.
In der Regel aber lässt sich ein Erkältungsschnupfen gut selbst behandeln und sollte nach etwa sieben bis zehn Tagen überstanden sein.
Schnelle Hilfe bei verstopfter Nase bieten abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen, die allerdings nur zeitlich begrenzt angewendet werden sollten. Wenn zusätzlich zum Schnupfen weitere Symptome wie z. B. Kopf- oder Gliederschmerzen bestehen, kann auch ein Kombinationspräparat zum Einnehmen infrage kommen, das neben einem schmerzlindernden Wirkstoff auch eine abschwellende Substanz enthält.
Grundsätzlich sollten Sie auf eine ausreichend hohe Flüssigkeitszufuhr achten, um die Verflüssigung der Sekrete zu unterstützen. Auch die Befeuchtung der Raumluft und Inhalationen können positive Effekte haben. Gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe.
Wichtig: Je nach Ursache des Schnupfens kann eine spezielle Behandlung erforderlich sein. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker.
Kinder haben besonders häufig mit Schnupfen zu tun. Da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist, sind sie besonders anfällig für grippale Infekte. Grundsätzlich sollte sich Ihr Kind ausruhen und viel trinken, wenn es eine Erkältung hat. Größere Kinder können auch inhalieren, um die Schleimlösung in den Atemwegen zu unterstützen. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind dabei beaufsichtigen und sicherstellen, dass das Inhalationsgefäß mit dem heißen Wasser nicht umkippen kann. Alternativ sind in der Apotheke spezielle Inhalationsgeräte für Kinder erhältlich, die eine sichere Anwendung ermöglichen. Wenn die Nase sehr verstopft ist, können kurzzeitig auch abschwellende Nasentropfen oder -sprays zum Einsatz kommen. Dabei ist unbedingt auf eine altersgerechte Dosierung und die maximale Anwendungsdauer zu achten. Salzwasser-Sprays können die Befeuchtung und Reinigung der Schleimhäute unterstützen.
Wichtig: Wenn weitere Symptome wie Ohrenschmerzen oder hohes Fieber auftreten, ist ein Arztbesuch notwendig. Schnupfen bei Babys und Kleinkindern sollte grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
- 1 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/grundlagen/index.html
- 2 https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.html
- 3 https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/virale-infekte/erkaeltung/forschungsansaetze/index.html
- 4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1564025/



















